Was Kinder wirklich brauchen, wenn jemand stirbt – unser nächstes Projekt

28. August 2026

Wer uns kennt, weiß: Wir arbeiten selten nur an einem Projekt. Meistens entsteht im Hintergrund schon das nächste. Gerade läuft Staffel 3 mit großem Erfolg (Platz 43 der besten Tagebuch-Podcasts) und parallel nimmt unser drittes Buch Gestalt an. Gleichzeitig haben wir in den vergangenen Monaten begonnen, etwas vorzubereiten, das wir uns schon länger vorgenommen haben. Eine Staffel, die sich von allen bisherigen unterscheidet – nicht im Ton, aber in der Perspektive.

Diesmal geht es um Kinder.

Was uns dazu gebracht hat

Kindertrauer ist bei Sterben & Trauern schon länger präsent. Im Kinder-Spezial der dritten Staffel, in den Gesprächen mit Beate Alefeld-Gerges (Gründerin von Trauerland) – und wenn wir ehrlich sind, auch in unserem eigenen Familienalltag. Lea ist Mutter. Meike, die neu zu unserem Team gestoßen ist, ist es ebenfalls. Und ich bin Vater und Großvater. Die Fragen, die Kinder stellen, wenn jemand stirbt, begegnen uns nicht nur im Podcast, sondern auch am Küchentisch.

Was uns dabei immer wieder aufgefallen ist: Kinder trauern anders. Wir Erwachsenen tun aber oft so, als müssten wir sie grundsätzlich vor Trauer schützen. Vor dem Tod, vor der Beerdigung, vor dem Moment, in dem wir selbst keine Antwort haben. In Wahrheit schützen wir dabei eigentlich uns selbst.

Dieser Gedanke ist der Kern des Projekts, das gerade entsteht.

Die These, die alles trägt

Kinder müssen nicht vor Tod und Trauer geschützt werden. Sie müssen davor geschützt werden, damit allein zu bleiben.

Wir wollen Kindern den Tod nicht erklären. Wir möchten dazu beitragen, sie zu befähigen, mit ihm zu leben.

Das klingt einfach – ist es natürlich nicht. Denn es bedeutet: Wir Erwachsenen müssen lernen, Kindern mehr zuzutrauen. Ihren Fragen, ihrer eigenen Art zu trauern. Und uns selbst, diese Gespräche auszuhalten, auch wenn wir nicht auf alles eine Antwort haben.

Wer mit uns macht

Im Zentrum steht Beate Alefeld-Gerges, die 1999 in Bremen Trauerland gegründet hat – die erste Einrichtung ihrer Art in Deutschland, nach dem Vorbild des amerikanischen Dougy Centers. Fast drei Jahrzehnte hat sie Kinder und Jugendliche begleitet, die einen wichtigen Menschen verloren haben. Sie kennt die Bedürfnisse. Sie kennt die Wut, die Stille, das Gelächter mitten in der Trauer, die Fragen, die Erwachsene verstummen lassen.

Beate war schon in unserer zweiten Staffel dabei und Teil unseres zweiten Buches. Wir schätzen sie, und wir freuen uns, jetzt tiefer in ihr Wissen einzutauchen.

Die Gespräche mit Beate führen Lea und Meike.

Meike Schmid – neu im Team

Meike ist Journalistin und hat ein gutes Gespür für Menschen, Zwischentöne und die Fragen, die wirklich weiterführen. Sie hört zu, fragt nach und schafft Nähe – besonders auch im Gespräch mit Kindern. Als Mutter kennt sie dabei auch die Fragen, Unsicherheiten und Momente der Überforderung, die Eltern erleben können.

Mit ihren eigenen und auch mit anderen Kindern hat sie bereits über Verlust und Tod gesprochen. Diese persönliche Erfahrung und ihr journalistischer Blick sind genau das, was dieses Projekt braucht.

Was entsteht – und was wir noch nicht verraten

Mehr als das werden wir vorerst noch nicht verraten. Wir sind mitten in der Konzeptarbeit, die Themen nehmen gerade Gestalt an, und der erste Aufnahmetag ist nicht fern.

Was wir sagen können: Es wird wieder eine Staffel. Auch mit Kinderstimmen – echten, keinen nachgesprochenen. Und mit der Haltung, die bei Sterben und Trauern immer gilt: kein Ratgeber, der erklärt, wie Trauer richtig geht, sondern Gespräche, die einladen, genauer hinzuschauen.

Wann es so weit ist

Der Plan ist, noch in diesem Jahr zu starten. Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben möchtet, einfach hier vorbeischauen. Wir berichten, wenn es etwas Neues gibt.